End:lichkeitsgymnastik
- 5. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 5 Tagen

Übungen für eine Haltungskorrektur dem Leben gegenüber
Was tun, wenn die eigenen Eltern zunehmend hilfsbedürftig werden oder sogar im Sterben liegen und es schwer fällt, das anzunehmen und sie auf diesem Weg zu begleiten? Was tun, wenn Freund*innen, Nachbar*innen, Kolleg*innen tödlich erkranken und ich damit nicht gut umgehen kann?
Oder, wenn der eigene Körper seine Spannkraft verliert, Zipperlein oder sogar Krankheiten sich einstellen und das überhaupt nicht schmeckt?
Augen zu und durch – das ist eine mögliche und weit verbreitete Devise.
Hilfreicher erscheint mir allerdings: Augen auf, sich in Klarheit und Präsenz üben, um so von Angst befreit mutig die nötigen Schritte zu tun und sich selbst und andere dabei liebevoll zu begleiten.
Wenn Sie das üben wollen, sind Sie bei der End:lichkeitsgymnastik richtig. Keine Angst, es geht nicht um ein körperliches Workout-Programm. Es geht darum, dass Sie eine Haltung zur End:lichkeit entwickeln und einüben, die Sie durch akute
Situation leiten kann und Ihr gesamtes Leben und Erleben end:lichkeitsfester macht. Denn eins ist gewiss, alles, was uns umgibt, inklusive unserer Selbst, ist vergänglich.
Viele sagen: Ja klar, logisch. Ich will nur nicht leiden, schon gar nicht ins Pflegeheim und es soll schnell gehen. Diese Haltung ist sehr verständlich, schließlich
leben wir in einer Gesellschaft, die auf immerwährende Wachstums- und
Optimierungsprozesse setzt. Altern, Krankwerden sowie Sterben sind nicht wirklich
vorgesehen und werden als Rahmenbedingungen unseres Lebens nur selten akzeptiert und schon gar nicht geschätzt. Das ist auch nicht leicht, denn wir haben uns an eine vielleicht sogar angeborene und in unserer Gesellschaft auf den Gipfel getriebe Verzerrung der Optik gewöhnt. Das können wir aber durchaus
korrigieren, indem wir bereit werden, die Brille der End:lichkeit aufzusetzen und eine realistischere Sicht der Dinge einzuüben.
Darum geht es in der hier angebotenen End:lichkeitsgymnastik. Wir üben gemeinsam bei unseren Treffen und auch alleine in den Wochen zwischen den Terminen, das Leben als Endliches zu begreifen und uns gut im Hier und Jetzt zu verankern. Auch spüren wir unsere uneingestandenen Träume von ewiger Jugend,
reparierbarer Gesundheit und immerwährendem Wachstum auf und üben, sie in eine handfeste Praxis des zufriedenen und dankbaren Vergehens zu wandeln.
Die End:lichkeitsgymnastik gliedert sich in drei Module.
Basismodul I – Sei Dir der Sterblichkeit bewusst!
Begegnungen mit der eigenen Sterblichkeit
Begegnungen mit der Sterblichkeit anderer
Begegnungen mit Krankheit, Alter und Vergänglichkeit
Wie mit den End:lichkeit an der Hand durch den Alltag gehen?
Wann? 27. August 2026/ 17. September 2026/ 8. Oktober 2026: 17:30 – 20:30 Uhr
17. Oktober 2026: 11:00 – 15:00 Uhr
Wo? Trostwerk, Osterstraße 149, Hamburg Eimsbüttel
Wieviel? 180,00 €
Anmeldung und weitere Informationen unter: rosenfeld@vom-kommen-und-gehen.de
Basismodul II – Sich im gegenwärtigen Augenblick verankern
Von Atemzug zu Atemzug – die Grundbedingung des Lebens
Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Spüren – die fünf Sinne im Fokus
Gehen, Liegen, Sitzen Stehen – die vier Grundpositionen des Lebens
Aufbaumodul – Von Gedanken und Gefühlen zum Reden und Tun
Von der Enge der Gedanken zur Weite der Wahrnehmung
Weg vom Diktat der Gefühle – ein Weg in die innere Freiheit
Was ist „gutes Reden“? – erst einmal zuhören!
Was wie tun? Schritt für Schritt im Einklang mit der „Wirklichkeit“