HAN (Harburger Anzeigen- und Abendblatt) 14.11.2003
Sterben und Tod sind keine Tabuthemen. Das erste alternative Bestattungsinstitut wurde in Hamburg gegründet
Ein Verstorbener ist auf einer blühenden Wiese aufgebahrt. Um ihn herum versammeln sich Freunde, Verwandte und Wegbegleiter, die gemeinsam beim Essen und Trinken Abschied nehmen. Das klingt ungewohnt, aber so oder ähnlich könnten sich Claus Sasse und Christian Hillermann eine Trauerfeier vorstellen. Beide haben mit dem „Trostwerk“ das erste alternative Bestattungsinstitut in Hamburg gegründet. Sie begegnen dem Tod nicht schwer und düster …
Die alternativen Bestatter geben ihren Kunden zunächst Zeit, im Gespräch eigene Vorstellungen vom Abschied zu entwickeln …
„Wir möchten der Entsorgungsmentalität etwas entgegensetzen. Viele denken, ein toter Körper sei abstoßend oder giftig. Dabei kann die Anwesenheit des Gestorbenen bei der Trauer helfen.“ Wer möchte, kann beim Ankleiden oder Eincremen des Toten dabei sein …